herzliche grüsse in die runde, von der ich weiss, dass sie eine »thematische mailingliste« ist: sonst würde ich sie nicht interssiert lesen. unter anderem haben uns die veranstaltungen der heinrich böll stiftung zum thema arbeit bei unseren recherchen sehr geholfen. kein grund für spam. mein anliegen ist es dennoch die inhalte (die wir mit einem künstlerischen blick betrachten) und die politischen positionen (zu denen unser projekt stellung bezieht) zu vermitteln: denn als künstler bin ich darauf angewiesen, dies selbst zu tun.ich werde aber von konkreten »kunst-einladungen« in diesem kontext absehen, möchte aber im einzelfall auf bestimmte fragestellungen/interssante positionen weiterhin aufmerksam machen. und natürlich: die diskussion in der liste weiterhinverfolgen und daran teilnehmen.
stefan krüskemper (siehe auch: mail von markus janser)
Von: Matthias Trenel <trenel@medea.wz-berlin.de>Antworten an: neue-medien@listi.jpberlin.deOrganisation: Wissenschaftszentrum Berlin, Betreff: Re: [nnm] heftreihe von ARBEIT UEBER ARBEIT
Hallo Bernhard,
> was soll dieser müll in der mailingliste???
stefan krueskemper und heidi sadlowski sind Kuenstler, die verstaerkt mit neuen Medien arbeiten und soziale Themenaufgreifen. Ich finde Ihre Webseite/Kunstprojekt www.arbeit-ueber-arbeit.de absolut empfehlenswert und habe mich ueber die untenstehende Ankuendigung gefreut. Fuer Leute wie Krueskemperund Sadlowski ist in diesem Netzwerk und in dieser Mailinglisteallemal Platz (ich finde es sogar super, dass sie drin sind)
> haben die ne macke???
das ist nicht der angemessene Ton fuer diese mailingliste
Viele Gruesse,MatthiasDipl.-Psych. Matthias TrénelWissenschaftszentrum Berlin fuer SozialforschungAbteilung Normbildung und UmweltSocial Science Research Center BerlinResearch Unit Standard-setting and the Environment
Von: gruene.arnsberg <gruene.arnsberg@cityweb.de>Antworten an: neue-medien@listi.jpberlin.deOrganisation: Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Arnsberg, An: <neue-medien@listi.jpberlin.de>Datum: Dienstag, 16. Januar 2001 10:28 UhrBetreff: Re: [nnm] heftreihe von ARBEIT UEBER ARBEIT
was soll dieser müll in der mailingliste???hier in arnsberg gibts auch jede woche ne ausstellunghaben die ne macke???
krüskemper wrote:> > ARBEIT ÜBER ARBEIT von krüskemper_sadlowski> > 1. projektpräsentation und vorstellung der> heftreihe von ARBEIT ÜBER ARBEIT mit der ersten> ausgabe.> > > * im rahmen von »KONTEXT KUNST VERMITTLUNG -> eine woche öffentlichkeit« am samstag den> 20.01.01 ab 11.00 uhr im NGBK,> oranienstrasse 25 in berlin - kreuzberg.> * konzept und organisation: heike foell,> katja jedermann, barbara meyer marenbach,> carmen moersch.> > 2. installation und vorstellung der heftreihe> von ARBEIT ÜBER ARBEIT mit der ersten ausgabe.> > > * im rahmen der ausstellung> »kunstraumfranken« im KUNSTHAUS im K4.« * ausstellungseröffnung ist sonntag der> 21.01.01 ab 16.00 uhr, königstrasse 93 in> nürnberg.> > --> stefan krüskemper
Tue, 26 Sep 20fuzzy space* Journal fuer Kunst und oeffentlichen Raum und private Ideen, @rtinfoservice, Christof Salzmann
Hallo Ihr Lieben,
erste Reaktion auf Stefans Wortmeldung »The matrix has you« zur Simulation von Kunst im Leben (ESSAY) oder von Leben in der Kunst. Ich finde Hannes Ansatz diesen Aufsatz auf seine Anwendung fuer das Buero-Projekt hin zu untersuchen spannend und werde das weiter verfolgen.
1.) Glossar:
Matrix: Der Computer-Experte Neo muß erfahren, daß sein schlimmster Alptraum die Realität ist: Die Welt, wie wir sie kennen, ist nur eine komplexe Illusion in unseren manipulierten Gehirnen, die "Matrix" genannt wird. In der wirklichen Welt dahinter haben intelligente Maschinen die Macht, die auf diese Weise die Energie der Menschen für ihre Zwecke ausbeuten. Doch eine kleine Gruppe von Rebellen unter Führung des charismatischen Morpheus hat das Cyberspace-Netz der Lügen durchschaut. Sie sind überzeugt, daß Neo der lange angekündigte Weltenretter ist, der sie von der Knechtschaft befreien wird. Aber wer überzeugt Neo von seiner Mision? Es stellt sich heraus, daß die Welt nicht so ist wie sie scheint, sondern nur eine Traumwelt, die erzeugt wird, um die Menschheit als Sklaven halten zu können. Anderson ist nun laut einer Prophezeiung der Eine, der die Menschheit befreien kann, weil er die Fähigkeit besitzt die Matrix zu beherrschen. Ich möchte nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn wie es auch im Film selber heißt, kann man die Matrix nicht beschreiben, man muß sie selber erleben und das möchte ich wirklich jedem ans Herz legen!
Matrix: lat., eigtl. Aufzuchttier, Stammmutter.
Biologie: Mutterboden: Keimschicht der Haarzwiebel, Nagel- u. Krallenbett der Wirbeltiere; Huelle der Chromosomen;
Farbfernsehen: Schaltung zur gleichzeitigen Steuerung von Helligkeit u. Farbsignalen;
Mathematik: rasterfoermige Anordnung von Punkten bei der Darstellung von Zeichen u. Bildelementen;
Relation: (lat.) 1.) Beziehung; Bericht, Philosophie: die Lehren, nach der wir objektive Erkenntnis nur von Relation der Gegenstande zueinander oder zum erkennbaren Subjekt haben.
2.) frueher haeufiger fuer gedruckte Nachrichten; auch Titel von Zeitungen.
Meyers Grosses Handlexikon von A-Z, Deutsche Buch Gemeinschaft, 1986
Konsumtion-Konsumption: 1.) Wertminderung, Wertvernichtung, Verbrauch (von Wirtschaftsguetern).
2.) Auszehrung (infolge chronischer Appetitlosigkeit).
3.) das Aufgehen eines einfachen strafrechtl. Tatbestandes in einem umfassenden, z.B. Hausfriedensbruch in Einbruchsdiebstahl, so dass nur die uebergeordnete Straftat geahndet wird.
valorisiert: Schwankungsbreite eines Preises/Kurses.
Im Rahmen des sogenannten "Reformpakets" werden die Einkommensteuer- und Koerperschaftsteuervorauszahlungen massiv angehoben. Ausgangsgroesse fuer die Berechnung der Vorauszahlungen ist zunaechst die Steuerschuld der zuletzt veranlagten Jahres. Sollten darin Verluste enthalten sein, die nach neuer Rechtslage ab 2001 nicht mehr abziehbar waeren (nur 75% des Verlustvortrags ist abzugsfaehig), so ist diese Ausgangsgroesse um den nicht abzugsfaehigen Verlust zu korrigieren.
Dieser Betrag wird, da der Fiskus von steigenden Einkuenften ausgeht mit vier Prozent fuer ein Jahr und fuenf Prozentpunkte fuer jedes weitere Jahr valorisiert.
Die Steuerschuld des Jahres 1999 ist fuer die Festsetzung der Vorauszahlung fuer 2001 massgebend. Die fuer das Jahr 1999 festgesetzte Einfuenfte werden somit valorisiert mit:
Perzeption: (lat. percipere - merken, auffassen) 1.) Reizaufnahme durch Sinneszellen oder -organe.
2.) das Wahrnehmen als erste Stufe der Erkennens: Nach Aristoteleshat alles Denken und Wissen seinen Ursprung in der Perzeption. Er tritt damit gegen PlatonsAnsicht von der Existenz eingeborener Ideen entgegen.
In der Stoa ist die Perzeption das Vermoegen des durchsichtigen, unfehlbaren Wahrnehmens.
In der Substanzlehre von Descartes ist die Perzeption der eigentuemliche Vollzug der denkenden oder vorstellenden Substanz (res cognitans). Zum gemeinsamen Begriff der Perzeption oder des Denkens oder des Bewußtseins gehoeren u. a. erkennen, wollen, sich etwas einbilden und empfinden.
Leibniz differenziert zwischen der Perzeption (passive Wahrnehmungsfaehigkeit) und der Apperzeption. Im Zusammenhang mit seiner Monadenlehre, in der die Monaden durch den Grad an Klarheit und Deutlichkeit ihrer Perzeptionen geordnet sind, schuf Leibniz den Begriff der unbewussten Wahrnehmung oder Vorstellung (petites oder insensibles perceptions). Er haelt deren Bereich fuer wesentlich groesser als den Bereich der Perzeptionen, die durch Apperzeption ins Bewusstsein gelangen. Leibniz vertritt die These der Weseneinheit von Perzeption und willenhaftem Streben (appetituts).
Leibniz schreibt: "Uebrigens gibt es gar viele Anzeichen, aus denen wir schliessen muessen, dass es in jedem Augenblick in uns eine unendliche Menge von Perzeptionen ohne bewusste Wahrnehmung und Reflexion gibt, d. h. Veraenderungen in der Seele selbst, deren wir uns nicht bewusst werden, weil diese Eindruecke entweder zu gering und zu zahlreich oder zu gleichfoermig sind, so dass sie im einzelnen keine hinreichenden Unterscheidungsmerkmale aufweisen. Nichtsdestoweniger koennen sie zusammen mit anderen ihre Wirkung tun und sich insgesamt wenigstens in verworrener Weise zur Wahrnehmung bringen. So fuehrt die Gewohnheit dazu, auf die Berwegung einer Muehle oder eines Wasserfalles nicht mehr zu achten, wenn wir eine Zeitlang ganz nahe gewohnt haben" [1].
Locke lehnt die Existenz unbewusster Perzeptionen ab. Er tritt damit der Annahme eingeborener Ideen durch Descartes und die Cambridger Schule entgegen. Alles Wahrgenommene kommt ins Bewusstsein. Der Umfang des Bewussten ist identisch mit der Gesamtheit der Perzeptionen, da die Seele eine tabula rasa ist. Hume versteht unter perceptions Bewusstseinsinhalte schlechthin. Nach Berkeleys Prinzip Esse est percipi konstituiert das Wahrgenommenwerden durch das Subjekt die Dinge.Mitunter werden repraesentativen (kausalen) Perzeptionstheorien und naive (direkte) realistische Perzeptionstheorien unterschieden.
Des weiteren findet Ihr im letzten Journal von fuzzy space* (History of thinking) einen Artikel von Prof. Dr. Christian Scholz, der sich mit der aktuellen Entwicklung von Arbeitsformaten auseinandersetzt: Karriere 2000 - fuzzy, fraktal, faszinierend. Der Artikel ist natuerlich nicht mit der Wortmeldung von Stefan zu vergleichen, sondern bespricht das Feld in allgemeinerer Form.
Schoene Weihnachten, gutes neues Jahr
Christof
00 12:50:54 +0200 Von: "stephan kurr",An: interpool@krueskemper.de
hallo stefan,
beitrag spaziergang ist wirklich sehr schön geworden.habe ihn schon einige m ale verschickt. - und mit erfolg: die nächste einladung stehe bevor, diesmal anlässlich derschliessung der kommunalen galerie von treptow, dem parkhaus. das motto "kein GELD", aber eigentlich müsste esbesser heissen "alles LÜGE". Vielleicht werde ich jetzt pleiten-referent. stephan
00 09:50:54 +0200 Von: "Reinigungsgesellschaft" rg@medienzille.de An: interpool@krueskemper.de
hallo stefan und heidi,
habe gerade eure homepage geguckt. gut gegliedert, macht spa§, sich durch-zu-arbeyten. und das design ist klasse. auch die links angeschaut. gruppe krisis find ich ja etwas fest. zum glück kommt dannach die wochenklausur. habt ihr auch zusammengearbeitet. fūnde es spannend, wirklich gemeinsam zu agieren. knnte mir z.B. vorstellen, da§ ihr im Februar mit uns im Arbeitsamt Kreuzberg ausstellt. was denkt ihr? schreiben!henrik und martin, die reiniger
heidi Sill aus Nürnberg schrieb am 20.08.2000: Ę Ę Ę
Ich finde eure Seite auch sehr spannend. ebenso den Betrag von H.C. Dany (c/o klos)
Wed, 19 Jul 2000 19:55:13 +0200, "Markus Janser" <M.Janser@gmx.de>
hallo ihr beiden!
wie beim salongespräch am letzten freitag besprochen, sende ich euch untenstehende info über den aktuellen stand des "netzwerk neue medien". allgemeine infos und die anleitung, wie ihr euch auf die mailingliste des netzwerkes eintragen koennt, findet ihr unter: www.neue-medien-netzwerk.de wuerde mich freuen, wenn Ihr teil dieses netzwerks werden wuerdet. kostet auch nix.
das salongespräch fand ich uebrigens sehr kurzweilig. besonders die heterogenitaet der teilnehmenden fand ich klasse. informiert mich bitte, wenn es mal wieder etwas interessantes in nuernberg gibt.
viele gruesse
markus
Stefan Krüskemper aus Nürnberg schrieb am 2.08.2000:
hallo biggi,
danke für deinen beitrag. mit ARBEIT ÜBER ARBEIT fragen wir nach bedingungen heutiger arbeit und persönlichen zukunfts(arbeits)strategien. wir sind vor einem jahr angefangen ein archiv aus zeitungsartikeln, essays, i-links, bildmaterial zum thema anzulegen. schwerpunkte die wir besonders wichtig finden oder die sich im arbeitskreis stellten (initatoren: werner pregler/michaela moritz), haben wir in unserem projekt vertieft. wir haben wissenschaftler, soziologen, manager oder künstler zu speziellen fragestellungen eingeladen und befragt. um dies mit einem ninimal budget zu realisieren haben wir eine ökonomische strategie der vernetzung und besetzung innerhalb nürnbergs gesucht und situative räume für gespräch/auseinandersetzung initiert. die formen und inhalte sind in unserer dokumentarischen internetarbeit (im sinn der tradition des dokumentarfilms) beschrieben, die für den part der vermittlung steht. aber auch: teilnahme und dikussion anregen soll.
Biggi Liebich aus Röttenbach- Forchheim schrieb am 15.07.2000:
hallo Heidi und Stefan,
Eine schöne Webseite habt ihr. Nur mir fehlt etwas Wesentliches, was ist eure Zielsetzung, euer Arbeitsinhalt- eine kurze selbstadarstellungsinfo fände ich sehr gut. Was mir z.B. nicht klar ist, wollt ihr selber Arbeit durch das aufgeführte Arbeitsangebot finden oder wollt ihr Arbeit anderen anbieten oder anregen. Was ist euer Ziel?
Interessiert mich sehr.
Viele Grüße
Biggi
Wed, 26 Apr 2000 14:05:30 +0200, "Ebbinghaus, Dr. Ralf" <Ralf.Ebbinghaus@swyx.com>
Hallo Stefan,
tolle Webseite.
Gruß
Ralf
Fri, 08 Oct 1999 14:25:38 +0000, klos <klos@nikocity.de>
Ein Fundstueck zu ARBEIT
>>Einer der zentralen Befehle postfordistischen Arbeitswelt heißt, werde Subjekt. Sprich: organisiere dich selbst, verwalte deinen Arbeitsplatz, bringe deine Subjektivität ein - wenn dein Subjekt abgeschöpft ist, konstruiere dir eine neue Identität und bringe sie wieder in die Produktion ein. Vielleicht handelt es sich bei der Wiederkehr »der Sorge um sich selbst« um eine begleitende Maßnahme zu dieser Umstrukturierung. Auch beim Boom von Psychtherapien dürfte es sich um eine großangelegte Umschulung für die neue Arbeitswelt handeln. Also werde ein Ich und du darfst in die neue Fabrik. Wem die Kasse dir keine Reparatur deiner Identität zahlt, der bastelt sich im Netz einen provisorischen ErsatzEiner der zentralen Befehle postfordistischen Arbeitswelt heißt, werde Subjekt. Sprich: organisiere dich selbst, verwalte deinen Arbeitsplatz, bringe deine Subjektivität ein - wenn dein Subjekt abgeschöpft ist, konstruiere dir eine neue Identität und bringe sie wieder in die Produktion ein. Vielleicht handelt es sich bei der Wiederkehr »der Sorge um sich selbst« um eine begleitende Maßnahme zu dieser Umstrukturierung. Auch beim Boom von Psychtherapien dürfte es sich um eine großangelegte Umschulung für die neue Arbeitswelt handeln. Also werde ein Ich und du darfst in die neue Fabrik. Wem die Kasse dir keine Reparatur deiner Identität zahlt, der bastelt sich im Netz einen provisorischen Ersatz"><<. (Hans-Christian Dany 8.99)
Gruss M